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Kamchin (کامچین) ist einer der bekanntesten iranischen Hersteller für Fertiggerichte im Glas. Die Idee dahinter ist einfach: Gerichte, die zu Hause zwei bis drei Stunden brauchen, sind in zehn Minuten fertig – ohne dass der Geschmack darunter leidet.
Warum persische Fertiggerichte funktionieren
Das klingt zunächst nach einem Kompromiss. Bei der persischen Küche ist es aber weniger einer, als man denkt – aus einem einfachen Grund: Fast alle Klassiker sind Schmorgerichte.
Ghormeh Sabzi, Gheymeh, Fesenjan und Halim werden ohnehin stundenlang bei kleiner Hitze gekocht. Genau dieser Prozess lässt sich industriell gut abbilden. Etwas anderes wäre es bei Gerichten, die von kurzem Anbraten oder frischen, rohen Zutaten leben.
Was im Glas fehlt, ist die persönliche Note – mehr Säure, mehr Safran, mehr Kräuter. Genau das lässt sich beim Erwärmen aber leicht nachjustieren.
Das Sortiment
Eintöpfe (Khoresh)
Ghormeh Sabzi ohne Fleisch, Fesenjan (Walnuss-Granatapfel), Khoresh-e Bamieh (Okra) und Khorak-e Loobia Chiti (Pintobohnen). Alle in 480-g-Gläsern, was für zwei Personen mit Reis reicht.
Zum Vergleich: Selbst gekocht braucht Ghormeh Sabzi rund drei Stunden – plus eine Stunde für die Kräuter.
Suppen
Ash Reshte – die Kräuter-Nudelsuppe, vegetarisch. Ash Shole Ghalamkar mit Bohnen und Getreide. Und Halim, der Weizenbrei, den man in Iran zum Frühstück isst – mit Zimt und Zucker bestreut.
Rezepte zum Selberkochen: Ash Reshteh.
Auberginengerichte
Hier ist Kamchin besonders stark, weil Auberginen zu Hause aufwendig sind – sie müssen gesäuert, ausgedrückt und einzeln gebraten werden:
- Kashke Bademjan – Püree mit fermentierter Molke
- Gebratene Auberginen – als Basis für eigene Gerichte
- Gegrillte Auberginen (Bademjan Kababi) – mit Rauchnote
- Gheymeh Bademjan – Spalterbsen-Eintopf mit Auberginen
Vorbereitete Zutaten
Kein fertiges Gericht, aber die größte Zeitersparnis beim Selberkochen: Sabzi Ghormeh und Sabzi Kookoo als bereits gebratene Kräuter, sowie gebratener Sellerie für Khoresh-e Karafs. Wer sie verwendet, spart pro Gericht etwa eine Stunde.
Alle Varianten: Kräutermischungen.
So schmeckt es wie selbst gekocht
Vier Handgriffe machen den größten Unterschied:
1. Safranwasser. Eine Prise Safran mörsern, in heißem Wasser ziehen lassen, beim Erwärmen zugeben. Das hebt praktisch jedes Fertiggericht.
2. Säure nachjustieren. Bei Ghormeh Sabzi und Gheymeh eine getrocknete Limette mitköcheln oder etwas Ab Ghooreh zugeben.
3. Langsam erwärmen. Im Topf bei kleiner Hitze, nicht in der Mikrowelle. Zehn Minuten reichen und der Geschmack rundet sich.
4. Frisch anrichten. Geröstete Zwiebeln, frische Kräuter oder ein Löffel Kashk obenauf – das macht optisch und geschmacklich den Unterschied.
Dazu gehört persischer Reis, am besten mit Tahdig.
Häufige Fragen
Wofür steht die Marke Kamchin?
Für persische Fertiggerichte und Konserven im Glas – Eintöpfe, Suppen, Auberginengerichte und vorbereitete Kräuter.
Sind Kamchin-Gerichte vegetarisch?
Viele ja. Ghormeh Sabzi ohne Fleisch, Ash Reshte, Kashke Bademjan und die Bohnengerichte sind fleischlos. Die Zutatenliste steht auf jeder Produktseite.
Wie bereitet man sie zu?
Im Topf bei kleiner Hitze zehn Minuten erwärmen und mit Reis oder Brot servieren. Nicht in der Mikrowelle – das Ergebnis wird ungleichmäßig.
Für wie viele Personen reicht ein Glas?
480 g reichen mit Reis für zwei Personen, als kleine Portion für drei.
Was ist der Unterschied zu gebratenen Kräutern?
Die Kräuter sind kein fertiges Gericht, sondern eine vorbereitete Zutat. Man kocht damit selbst weiter und spart nur den aufwendigsten Schritt.
Wie lange hält ein geöffnetes Glas?
Im Kühlschrank zwei bis drei Tage, abgedeckt.
Wer lieber komplett selbst kocht, findet alle Zutaten gebündelt in den Rezept-Bündeln.