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Naderi (نادری) steht in Iran für eine ganz bestimmte Produktgruppe: Koloocheh – weiche, gefüllte Gebäckstücke, die man zum Tee isst. Dazu kommen Waffeln und Kekse.
Wer in Iran nachmittags Besuch bekommt, stellt Tee auf den Tisch und daneben eine Schale mit Gebäck. Naderi ist eine der Marken, die dann fast immer dabei ist.
Was ist Koloocheh?
Koloocheh sind gefüllte Gebäckstücke mit mürbem, leicht süßem Teig. Anders als deutsche Plätzchen sind sie weich statt knusprig – die Füllung hält den Teig saftig.
Traditionell kommen sie aus Gilan, vor allem aus den Städten Lahijan und Fuman. Dort werden sie zu Festen in großen Mengen gebacken und verschenkt. Die Oberfläche ist häufig geprägt – mit Mustern, die je nach Region und Bäckerei unterschiedlich ausfallen.
Die Füllungen
- Walnuss (Gerdu) – mit Zimt, die klassischste Variante
- Dattel (Khorma) – dunkel und besonders saftig
- Kokos – milder, bei Kindern beliebt
- Pistazie (Pesteh) – die hochwertigste Variante
- Banane – eine modernere Sorte
- Sonnati – „traditionell“, meist mit Kardamom und Rosenwasser im Teig
Waffeln
Persische Waffeln (Veyfer) sind dünner und weniger süß als europäische. Bei Naderi gibt es sie unter anderem mit Honigcreme (Asali) – eine Kombination, die es in Deutschland kaum gibt.
Wie man Koloocheh isst
Zum Tee – und zwar zu ungezückertem Schwarztee. Die Süße des Gebäcks ersetzt den Zucker im Glas. Wer beides süßt, findet es schnell zu viel.
Ein Tipp aus iranischen Haushalten: Koloocheh kurz erwärmen – wenige Sekunden in der Mikrowelle oder im warmen Ofen. Die Füllung wird weich und der Duft von Zimt und Walnuss kommt deutlich stärker heraus.
Frische erkennen
Koloocheh sollen weich und leicht nachgiebig sein. Ist das Gebäck hart oder bröselig, ist es überlagert – dann hilft auch Erwärmen nur bedingt.
Deshalb gehören geöffnete Packungen luftdicht verschlossen. In einer Dose halten sie zwei bis drei Wochen; die Originalverpackung ungeoffnet deutlich länger. Das Mindesthaltbarkeitsdatum steht auf jeder Produktseite.
Wozu passt es?
| Zum Tee | Koloocheh Walnuss oder Dattel |
| Zum Kaffee | Kokos- und Bananenvarianten |
| Als Geschenk | Pistazien-Koloocheh |
| Für Kinder | Waffeln und Kokos |
| Zu Nowruz | gemischte Schale mit Ajil und Gebäck |
Häufige Fragen
Was ist Koloocheh?
Weiches, gefülltes persisches Gebäck mit mürbem Teig – traditionell aus Gilan, meist mit Walnuss, Dattel oder Kokos gefüllt.
Ist Koloocheh dasselbe wie ein Keks?
Nein. Kekse sind knusprig, Koloocheh sind weich. Die Füllung hält den Teig saftig.
Wie bewahrt man Koloocheh auf?
Luftdicht in einer Dose. So bleiben sie zwei bis drei Wochen weich.
Kann man sie erwärmen?
Ja – wenige Sekunden in der Mikrowelle oder kurz im warmen Ofen. Die Füllung wird weich und das Aroma deutlicher.
Welche Sorte ist die klassischste?
Walnuss mit Zimt. Sie gilt als die ursprüngliche Variante.
Was trinkt man dazu?
Ungezückerten persischen Schwarztee. Die Süße des Gebäcks ersetzt den Zucker.
Weiteres Gebäck: Gebäck & Kekse und Snacks & Süßwaren. Passender Tee: persischer Tee und Nabat.